WIRTSCHAFT

Im Vergleich zu weiten Teilen des Königreichs Sturmwind ist die Mark höchst unterentwickelt. Die Wirtschaft stützt sich vor allem auf die Landwirtschaft, häusliches Handwerk und den Abbau von Rohstoffen. 

Markant ist hierbei die Schafzucht. Es gibt in der Mark Hohenwacht mehr Schafe denn Menschen. Das Klima und die Hügelwiesen ergeben eine qualitativ sehr hochwertige Wolle. 

Einmal im Jahr, zur Schafschur treiben die Hirten ihre Herden nach Hohenwacht, wo die Wolle an den Lehnsherren verkauft wird, und in dessen Rahmen dann die Wollmesse ausgerichtet wird – ein großer Jahrmarkt, der mit einem kleinen Turnier einhergeht und Gäste aus aller Herren Länder sieht, die die hochwertige Wolle erstehen wollen. So ist die Wollmesse ein wichtiger Teil der Wirtschaft Hohenwachts. 

Weitere Zweige sind der Abbau von Eisenerz, Gold und Holz aus dem markgräflichen Forst. Gepflasterte Straßen sucht man vergeblich, lediglich die Hauptstraße im Weiler Hohenwacht ist gepflastert.

Plakat zur 6. Wollmesse (2018)

DIE WOLLMESSE

Die Wollmesse ist eines der Großereignisse des Nordens. Normalerweise sind Burg Hohenwacht und der umliegende Weiler, die in der Mark gelegen sind, eher ruhige und beschauliche Orte, aber einmal im Jahr ändert sich das schlagartig und die Burg samt Umgebung verwandelt sich in einen großen Jahrmarkt. Dieser Jahrmarkt erstreckt sich über eine ganze Woche und wird von einem abwechslungsreichen Programm, unter anderem mit einem Turnier, Gauklern und Musikern begleitet.

Die Schafzucht macht einen großen Teil der Wirtschaft der Mark aus, und gegen Ende des vierten Monats / Beginn des fünften Monats des Jahres werden die Schafe zusammengetrieben und geschoren und die Wolle zum Verkauf an Händler aus aller Welt auf der Burg gesammelt. Was für die Bauern und das Haus eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, ist für alle anderen ein Anlass, Handel zu treiben und nach Zerstreuung zu suchen: Neben dem Wollhandel ist jede andere Art des Handels auch willkommen.

Die Wollmesse besteht zum einen aus einem Markt, auf dem Produkte aus aller Welt erworben werden können. Nahezu alles, was das Herz begehrt, ist auf dem weitläufigen Markt mit vielen bunten Ständen zu finden. Darüberhinaus wird die Wollmesse von einem abwechslungsreichen Programm, unter anderem mit einem Turnier, Gauklern und Musikern, begleitet.

Ritterturnier:

Einer der Höhepunkt der Wollmesse ist das große Turnier, bei dem sich die besten Ritter in ihren Fähigkeiten messen können, um für ihre Dame (die zu Beginn des Turniers ausgewählt wird) und sich den Titel des „Königs und der Königin der Wollmesse“ zu erstreiten. Zum Turnier zugelassen ist jeder männliche Adelige, der die Volljährigkeit erreicht hat und über die nötigen kämpferischen Fähigkeiten verfügt.

Gestritten wird wie bei einem klassischen Kleinturnier, die teilnehmenden Streiter treten also zunächst in zwei Gruppen gegeneinander an. Die besten Teilnehmer aus diesem Gruppenkampf (Turnei) ziehen in die entscheidende Hochphase des Turniers ein, dem Tjost, wo sie hoch zu Ross und mit Lanzen aufeinandertreffen, um so den Turniersieger und „König der Wollmesse“ zu ermitteln.

Als unehrenhaft gelten:
Alle Formen von stumpfen Hiebwaffen
Schmutzige Tricks (Sand in die Augen des Gegners, rossige Stuten ins Feld führen, usw.)
Konzentration zweier oder mehr Kombattanten auf einen Gegner

Diese haben einen Ausschluss aus dem Turnier zur Folge.

Schützenturnier:

Sollten sich genügend interessierte Teilnehmer finden, besteht die Möglichkeit, für diese ein kleines Turnier abzuhalten, bei dem sie sich im Können mit dem Bogen messen. Dieser Wettbewerb steht allen offen, egal ob Bürger aus dem gemeinen Volk oder Adel, auch Frauen sind hierbei zugelassen.

Quecksilber & Schalmei:

Die Auftritte der Gauklertruppe sind legendär und von der Wollmesse nicht mehr wegzudenken. Wer kennt sie nicht: Ludmilla Huntington, auch bekannt als die Berghexe, den todesmutigen Raptorendompteur Albertus Gigantus mit seiner Raptorin „Zähnchen, die Schreckliche“ und die geheimnisvolle und verführerische Feuertänzerin Lady Drachenschweif, deren feurigen Kuss sich die Männerwelt hart erarbeiten muss. Auf kurzweilige Art und Weise bringt diese Truppe dem Publikum die Sagenwelt der Mark näher. Man munkelt sogar, dass zuweilen der Baron der Mark selbst den einen oder anderen Gastauftritt haben soll.

STEUERN

Die Markgrafschaft besteuert ihre Bürger. Dabei richtet sich die Steuerlast selbstverständlich nach dem Einkommen des Freisassen. Der Einfachkeit halber wird angenommen, dass ein ärmlicher Freisasse etwa 10 Gold im Jahr abführt, ein mittelständischer Freisasse etwa 30 Gold und ein gut betuchter Freisasse etwa 200 Gold im Jahr abführt. Die Steuerlast geht nach Familie – Angenommen wird hier, dass zu einem Freisassenhaushalt 5 Personen gehören. Es leben 4700 Menschen in der Mark.

Familien in der Mark: 4700 : 5 = 940 Familien.
Gut betuchte Freisassenfamilien: 10.
Mittelständische Freisassenfamilien: 500
Ärmliche Freisassenfamilien: 430

Steuerlasten:
Reiche Familien: 10 x 200 = 2000 Goldmünzen
Mittelständische Familien: 500 x 30 = 15000 Goldmünzen
Ärmliche Freisassenfamilien: 430 x 10 = 4300 Goldmünzen

Die Steuern, die die Mark im Jahr erheben kann, betragen 21.300 Goldmünzen. Bereinigt durch neu zugezogene Freisassen, die Steuerfreiheit genießen, können wir von 20.000 Goldmünzen im Jahr ausgehen.

ZÖLLE

Die Markgrafschaft erhebt auf die meisten eingeführten Waren unterschiedlich hohe Zölle. Angenommen wird, dass die meisten importierten Waren in der Mark selbst nicht oder nur wenig hergestellt werden, und dementsprechend niedrig besteuert werden. Dies trifft auf etwa 90 Prozent aller Waren, die importiert werden zu. 10 Prozent werden hoch verzollt. Der Einfachheit halber ist davon auszugehen, dass pro Bürger der Mark 2 Stück Handelswaren im Jahr importiert werden, also 9400 Stück Handelsware im Jahr. Den Schmuggel in Betracht gezogen, gehen wir von 9000 Stück im Jahr aus. Ein Stück Handelsware hat einen Gegenwert von 10 Goldmünzen.

Stück Handelsware, die niedrig verzollt werden:
9000 : 100 x 90 = 8100 Stück

Stück Handelsware, die hoch verzollt werden:
9000 : 100 x 10 = 900 Stück

Was bedeutet das in Sachen Zoll?
8100 x 0,2 = 1620 Goldmünzen
900 x 0,5 = 450 Goldmünzen

Die Mark Hohenwacht kann im Jahr etwa 2070 Goldmünzen durch Zölle erheben.

HANDEL

Der Handel der Mark Hohenwacht ist durch das markgräfliche Haus monopolisiert. Alles, was die Mark verlässt, tut dies über das markgräfliche Kontor – Abgesehn von der Handelskonzession, die der Familie Morgentau durch das Haus van Haven gewährt wurde. Auch hier gehen wirvon „Stück Handelsware“ aus, dahinter verbergen sich vor allem Wolle, Tuch und andere handwerkliche Erzeugnisse. Auszugehen ist von einem Volumen von 10.000 Stück Handelsware, wobei etwa 4.000 davon vom Handelshaus Morgentau exportiert werden. Der Gewinn bei jedem Stück beträgt 1 Goldmünze.

Die Einnahmen errechnen sich also wie folgt:
6.000 Goldmünzen für das gesamte Volumen.
1.000 Goldmünzen für die Handelskonzession an das Handelshaus Morgentau.

Die Mark kann durch ihren Handel 7.000 Goldmünzen im Jahr generieren.

VERMÖGEN

In Toto kann die Mark Hohenwacht im Jahr also (7000+2070+20.000) 29070 Goldmünzen erwirtschaften. Dem gegenüber stehen natürlich laufende Kosten, die die Mark hat. Darunter fallen in etwa die Wartung der Burganlage Hohenwacht und des markgräflichen Hofes, der Erhalt der Grenzfesten und der Vogteien in den drei Baronien, als auch die Bezahlung von etwa Gardisten, der Burgwache, den Bütteln der Weiler und der Vögte, sowie anderer Angestellter der Mark (zum Beispiel Wildhüter).

Man kann davon ausgehen, dass die Mark in einem guten Jahr, in dem kein Krieg herrscht und auch sonst keine besonderen Ausgaben entstehen, etwa 14.000 Goldmünzen zum investieren zur Verfügung hat.

Ein Handelsschiff etwa hat einen Gegenwert von 3.500 Goldmünzen. (Quelle: Das alte Warcraft RPG)

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